2026 05 26  

Wien – Amsterdam – Aberdeen - Lerwick

 

fuchsi ist diesmal sehr nervös, zeitl auch, er streitet es aber ab. Jedenfalls mussten wir um 03:30 aufstehen, weil um 04:30 das Taxi da war und wir um 05:00 am Flughafen sein sollten/wollten. Für Wiener Verhältnisse war dort auch wirklich schon die Hölle los. Vor dem Abflug haben wir uns noch ein Luxuswasser gegönnt: 2x Halbliter Vöslauer kosten 8,70 EUR (Acht Euro und 70 Cent !!!!!) Inkl. 50 Cent Pfand. Aber wer nimmt uns die Flascherl z.B. jetzt in Amsterdam zurück? Wir werden mit 2 Vöslauer und 1 Colaflascherl durch Schottland fahren und die dann in 2 Wochen bei Spar am Rennweg retournieren. Den ausgegebenen Imbiss haben wir im Flug verschlafen, aber wahrscheinlich nix versäumt. Ca. 08:40 Ankunft in Amsterdam, Betrieb wie am Sylvesterpfad in Wien. Das Sandwich bei der Amsterdam Bread Co. war nicht schlecht. Bis jetzt wissen wir, daß wir folgendes vergessen haben: den Hut für Zeitl, den Stick mit der Musik fürs Mietauto. Nicht schlecht, wenn´s dabei bleibt. Die letzten Sätze wurden geschrieben bevor wir um 11:50 mit dem KLM-Cityhopper Richtung Aberdeen abgeflogen sind. Ankunft 12:20 (wir sind nun eine Stunde hinten nach), Einreise mit Paßkontrolle ohne Probleme. Und dann ist folgendes passiert: ca. 20 Leute standen nach einer halben Stunde noch immer ohne Gepäck da als das Gepäcksband seine Runden einstellte, weil keine Koffer mehr da waren. Und wir sind dabei, welche Freude!!!!! Also anstellen beim Reklamationsschalter. Es fehlt uns nun der Koffer mit der Kleidung. Wir haben Schuhe, Waschzeugs und Wind-Regenjacken. Aber keine Wäsche zum Wechseln. Mich hat das erst einmal in tiefe Verzweiflung gestürzt. Die Damen am Reklamationsschalter sind aber recht geübt in dieser Problembehandlung.Es schaut nun so aus, daß der Koffer gegen 16:00 in Amsterdam abgeflogen ist, daher nicht rechtzeitig zur Fähre geliefert werden konnte (die ist mit uns um 17:00 abgefahren). Aber es gibt auf Shetland auch einen Flughafen und dort wird der Koffer morgen früh – hoffentlich – ankommen und an unser erstes Quartier zugestellt. Die KLM bedauert es sehr – freut mich. Die Fähre, betrieben von Northlink ist wie alle Fähren. Da wir über Nacht fahren, haben wir eine Kabine mit eigenem Badezimmer. Es gibt ein Restaurant, Shops, Spielcasino, Kinderspielecke. Die Preise sind moderat: 1 Cola und ein Mineral ca. 4 EUR. Das Abendessen und das Frühstück hat uns Umfulana mit gebucht - sehr praktisch. Die Hauptspeisen kosten alle in etwa gleich, so um die 13-15 EUR, wir hatten irgendeine Hauptspeise und irgendeine Vorspeise oder Nachspeise (kosten zw. 6-7 EUR) quasi frei. Für den ersten Tag reicht es nun. Wir sind seit 03:30 auf den Beinen, in Wien wäre es jetzt in dem Moment grad 20:35. Das Wlan funktioniert hier sehr schleppend, geradezu mühsam und es gibt nur eine Steckdose, ein wenig wenig, wenn man 4 Geräte aufladen will. Aber das ist wahrscheinlich nur ein typisches fuchszeit-Problem.

2026 05 27

Lerwick und südliche Umgebung

 

Wir sind gegen 07:30 in Lerwick angekommen, ab 06:30 war das Restaurant fürs Frühstück geöffnet. Alles da, hauptsächlich natürlich die Zutaten fürs englische Frühstück. Das Prozedere mit der Ausfahrt von der Fähre kennen wir schon sehr gut. Und dann sind wir einmal zum Quartier in der Meinung, wir könnten vielleicht unser Teilgepäck abgeben. Aber es hat niemand geöffnet. Mittlerweile wissen wir auch warum: die Betreiber sind nicht wirklich anwesend. Die Zimmer werden ab 14:00 zur Verfügung gestellt, nicht um 08:00, auch kein Kofferkammerl. Soll so sein. Also haben wir einen ausgiebigen Spaziergang durch Lerwick gemacht. Zu Beginn war es ziemlich bewölkt und beinahe menschenleer. Ab ca. 09:00 kamen dann die Passagiere von 2 Kreuzfahrtschiffen und fluteten die Stadt. Aber trotzdem war es erstaunlich ruhig. Lerwick ist von Gesamteindruck her einmal grau, backsteingrau. Mit ein paar bunten Einsprengselungen. Und Hafen ist immer gut. Es gibt auch einige Baustellen und etliche Leerstände. Man fühlt sich beinahe wie zu Hause in Wien. Um die Mittagszeit wurde es wettermäßig beinahe kitschig schön und wir machten uns mit dem Auto zur Südspitze auf  den Weg. Betreffend Autofahren haben wir noch einige Probleme weil es diesmal wirklich kein Navi gibt und wir noch nicht so ganz firm sind im Verbinden vom Handy zum Auto. Netzempfang ist auch meistens eher katastrophal, obwohl wir auf einem Telefon eine britische ESim haben. Musik haben wir schon einmal geschafft, Navigation klappt noch nicht so ganz. Wobei außerhalb der Stadt das Problem nicht so besteht weil wir natürlich Kartenmaterial dabei haben. Aber in der Stadt wäre es doch ganz praktisch. Wir werden schon noch draufkommen. Jedenfalls hat die Gegend total unseren Erwartungen entsprochen. Viel grün, viele Schafe, viele Shetland Ponys, viel Meer rundherum, viel Steilküste mit tausenden Vögeln und 2 Papageientaucher (!!!!), etliche Leuchttürme, viele Schifferl und und und. Es ist nicht so richtig überlaufen von Touristen aber die 2 Kreuzfahrtschiffe spucken halt schon viele Touristen aus. Es waren etliche große Busse unterwegs und wenn die einen Sightseeingstop haben, dann steht vor den Toiletten eine riesige Schlange angestellt. Am späten Nachmittag kam dann die Nachricht von KLM bzw. dem Flughafen von Lerwick, daß der Koffer in Zustellung ist. Und bald darauf haben auch wir unser erstes Quartier bezogen. Das ist ein bissl eine Enttäuschung, entspricht absolut nicht dem gewohnten Standard von Umfulana. Aber das B&B, mit dem sie sonst zusammenarbeiten war nicht mehr frei. Ein schöner Ersatz wäre auf einer Nebeninsel gewesen. Das erschien uns ein wenig unpraktisch. Also sind wir im Varis House gelandet. Wir schon vorher erwähnt sind die Betreiber nicht richtig anwesend. Nigel hat uns später zwar begrüßt und den Ablauf fürs Frühstück erklärt, dann war er wieder dahin. Fürs Frühstück bringt er einige Sachen frisch, ansonsten ist der Kühlschrank angefüllt mit Joghurt, Marmeladen, Milch, Fruchtsäften im Pakerl. Und wir sollen uns alles selber herrichten, wann immer wir wollen. Das Zimmer ist ein wenig heruntergekommen, das Bad sehr klein mit kaum Ablageflächen, die Koffer kann man auch nirgends auflegen, oder nur so, daß man nicht mehr durchs Zimmer gehen kann und die Tür nicht aufbringt. Insgesamt haben wir hier 2 Nächte, wir werden es überstehen. Zum Nachtmahl waren wir in einem Lokal mit sauschnellem WiFi. Wir werden morgen wieder hingehen, und das Essen war auch sehr gut. Es gibt nicht viele Lokale mit „normaler“ bodenständiger Kost. Es gibt etliche Chinesen, einige Inder, einen Nepalesen und ein Hotelrestaurant wo man ohne Reservierung keinen Platz bekommt. Anscheinend kochen die Einheimischen alle selbst. Die Kreuzfahrer essen sowieso am Schiff. Zusammenfassung des heutigen Tages: die Südspitze von Mainland Shetland, Sumburgh Head ist ein Universum-Vogelparadies. Hamnavoe, heute unser westlichster Punkt von Mainland ist ein Augenschmaus. Lerwick ist eine agenehme Kleinstadt. 

2026 05 28

Von Lerwick in den Norden

 

Der Plan für heute war: von Toft auf Mainland mit der Fähre nach Yell, hinauf in den Norden und weiter mit der nächsten Fähre nach Unst. Dort wiederum hinauf in den Norden bis zu Bobby’s Bus Shelter. Wäre unser nördlichster Reisepunkt gewesen. In Toft war aber Endstation da die Fähre um 10:00 (wir brauchten ca. 1 Stunde vom Quartier bis zum Fährhafen) voll besetzt war. Vor uns wartete bereits eine hunderte Meter lange Kolonne von PKWs, LKWs, Baggern etc. Hätten wir eine Reservierung gehabt hätten wir mitfahren dürfen. Aber wer rechnet mit so was? Auf der nächsten Fähre eine Stunde später wäre vielleicht Platz gewesen. Also eine Hätti-Wari-Wäri-Gschichte, das war uns zu unsicher, der Zeitplan war auch nicht mehr passend, wir hätten ja auch wieder retour müssen. Irgendwann hört dann auch am Abend der Fährverkehr auf. Aber auf Mainland gibt es genug Gegend, man braucht nur ein bissl flexibel sein. Wetter war wieder sehr sonnig, aber sehr windig. Am westlichsten Punkt für heute, bei den Esha Ness Klippen würde ich schon von Sturmstärke sprechen. Aber die Küste ist einfach gewaltig. Eine Info-Tafel erklärt, dass Shetland vor 960 Mio. Jahren eine Wüste nahe dem Äquator war. Durch Vulkanausbrüche und Lava wurde der Sand zu Sandstein komprimiert. Und durch immer wieder Vulkanausbrüche hat sich auch die Küste in dieser Form gestaltet, dazu noch die Gewalten des Atlantik. Ein sehr interessantes Gebilde im Meer ist eine kleine Insel mit einem natürlichen Bogen. Im Volksmund wird das Gebilde „Drinking Horse“ genannt. Man findet hier auch öfter Caravan-Campingplätze. Die sind aber noch spärlich besucht. Etliche Leute wandern, aber (hoffentlich verschreie ich das jetzt nicht) fast niemand fährt mit dem Radl. Gestern war einer, heute einer 2-mal und ein weiterer kam uns entgegen. Optimale Situation.  Wenn man unterwegs eine Toilette braucht, findet man meistens recht bald ein öffentliches Örtchen. Relativ gut beschildert und manchmal eigenartig-liebevoll gestaltet. Das können sie, die Briten. Die Geschichte von Bobby’s Bus Shelter ist noch nachzureichen: Ein Schüler mußte oft lange auf den Bus warten, bei häufig unwirtlichen Bedingungen. Das Wartehäuschen sollte abgerissen werden. Bobby hat jedoch bei der Gemeinde interveniert, dass er dort immer auf den Bus wartet und auch sein Fahrrad unterstellt bis er von der Schule wieder retour ist. Also wurde es nicht abgetragen. Mit der Zeit wurde es dann richtig gemütlich eingerichtet mit Sofa, Fernsehanschluß, Dekoration, etc. Mittlerweile ist es eine Touristenattraktion, die auch häufig anlaßbezogen umdekoriert wird. Der nördlichste Punkt heute war Isbister. Laut Karte haben wir eine Ortschaft mit diesem Namen erwartet. Tatsächlich bedeutet es einfach nur „Gehöft“  und ist auch ein häufiger Name im Norden Schottlands. Mittlerweile habe ich schon 3 weitere Isbisters auf der Karte gefunden. Gestern waren wir in einem Ort namens Hamnavoe. Auch das habe ich in der Zwischenzeit mehrfach auf der Karte gefunden und der Name heißt soviel wie „sicherer Hafen“. Was wir hier  alles lernen!

Nachtrag zu gestern: wir waren ja im Süden unterwegs, wo auch ein Flughafen liegt. Die Bundesstraße führt über die Landebahn drüber. Mit Ampelregelung. Eine ganz interessante Sache.

2026 05 29 

Von Lerwick in den Westen und nach Kirkwall /Orkneys

 

Wetterbericht: stark bewölkt, sehr starker Wind, es schaut nach Regen aus. Wir hatten jedoch Zeit bis15:30 tot zu schlagen, bis wir am Fährhafen eintreffen sollten. Also in den Westen zu unserem endgültig westlichsten Punkt auf Shetland, nach Melby. Außer Lerwick sind die meisten Ortschaften, die auf der Karte verzeichnet sind, Kleinstansammlungen von ein paar Häusern, vor deren Türen mehr Fahrzeuge stehen als der Ort Häuser hat, und noch ein paar Boote im Garten. Jede Ansiedlung hat auch einen Friedhof. Dort stehen nur Grabsteine mit allerlei Inschriften und fast immer das Alter des Verstorbenen. Zwischen den Grabsteinen ist Wiese. Vermutlich marschiert man über die Gräber drüber. Und so klein die Ortschaften auch sind, häufig gibt’s die öffentlichen WC-Anlagen, immer sauber, immer spartanisch und immer mit Papier. Man kann das gar nicht oft genug lobend erwähnen. Es hat dann doch ein bißl getröpfelt, war aber bis auf den Wind sogar lange Zeit ausgesprochen sonnig. Die Landschaft wie immer großartig, sumpfige Weiden mit vielen Schafen und Torfabbau. Dazwischen Seen und Fjorde zum Meer. Eine Wanderung mußten wir auch noch machen, und zwar zum Stanydale Temple - Ein Steinkreis aus einer prähistorischen Siedlung. Der Weg dorthin führt einen sumpfigen Hügel hinauf, über ein paar Brückerln bis zur besagten historischen Kreisanlage mit einem Durchmesser von 7,5 Meter. Für die nassen Schuhe, Socken und Zehen hätte ich mir mehr erwartet. Und jetzt (17:10) sitzen wir in der Fähre, die um 17:30 abfahren wird. Die Fähre fährt bis Aberdeen mit Zwischenstation in Kirkwall. Wir wurden am Autodeck so platziert, dass wir wahrscheinlich das erste Auto zum Abfahren sein werden. In Kirkwall kommen wir gegen 23:00 an und haben dann ungefähr 30 Minuten Fahrzeit zum Quartier. Es wird schon dunkel sein, hoffentlich verfahren wir uns nicht. Sollte jemand einmal zufällig nach Lerwick kommen, dann empfehlen wir zum Essen das Dowry. Commercial Street 98. Man sollte vorreservieren, wir haben mit viel Glück 3x zwei Plätze bekommen. Das Essen war jedes Mal sehr sehr gut, Bedienung sehr freundlich. Heute sind uns wieder Radfahrer begegnet. In Summe halten wir nun seit Ankunft bei 6 SportlerInnen. 

2026 05 30 

Birsay und Umgebung

 

Wir sind gestern Abend um 23:00 mit der Fähre in Kirkwall gut angekommen und gegen 23:40 gut in Quartier gelandet, etwas außerhalb der Ortschaft Birsay. Die Fährüberfahrt wurde doch etwas mühsam. 5,5 Stunden herumsitzen und immer mehr müde werden, das schlaucht. Die einen Profis buchen für diesen Fall Schlafsessel, die anderen Profis lassen sich sofort nach einchecken in den gepolsterten Sessel und Bänken im Barbereich nieder und belegen so viel Platz wie möglich damit sie sich später auch hinlegen können. Und die Passagiere, die weiter fahren bis Aberdeen (kommen dann in der Früh dort an) und eine Kabine haben bleiben natürlich auch so lange im Restaurant oder im Barbereich sitzen, bis diese Bereiche dann über Nacht geschlossen werden. Aber wir haben ein halbwegs bequemes Platzerl gefunden. 

Unser Zimmer im Vikings View B&B ist sehr schön, halbwegs geräumig, das Bad leider über den Gang (aber nur für uns). Der Ausblick aus dem Fenster ist großartig.  Die Zimmerwirtin ist sehr freundlich und hat uns heute ein englisches Frühstück gekocht mit allem, was so dazu gehört. War sehr gut, sehr viel, sehr deftig. Wetterbericht derzeit: bewölkt mit blauen Einsprenkelungen, laut Vorhersage sollte es regnen. In der Zwischenzeit wurde es Nachmittag und es hat nicht geregnet. Wir haben sehr viel gesehen. Eine Menge Steinhaufen (30.Mai ist internationaler Tag der Steinkreise), viel Gegend, eine Insel mit Leuchtturm, die nur bei Ebbe erreichbar ist. Was die Steinhaufen betrifft, gibt’s auf Orkney jede Menge. Und zwar von den Wikingern her und vorher waren noch die Pikten da. Und dann gibt’s noch Überreste von Kulturen die 2500 Jahre vor Christus hier ansässig waren. Von denen gibt’s die diversen Steinkreise zu besichtigen wie z.B. den „Ring of Brodgar“ oder die „Standing Stones of Stennes“. Das waren alles einmal Zeremonienstätten mit Wohngelegenheiten in der Umgebung. Als Pikten wiederum wurden von den Römern die dazumals ansässigen Völker im Norden von Schottland generell bezeichnet. Der Name kommt vom lateinischen „picti“, was so viel bedeutet wie „die Gezeichneten“. Die Pikten haben nämlich das Tätowieren erfunden. Kann man alles nachlesen bei Asterix 😂

In Birsay selbst gibt es den Earl’s Palace. Im 16.Jahrhundert hat ein König XY seinen unehelichen Sohn zum Grafen gemacht und für ihn diese Burg errichten lassen. Irgendwann wurde sie nicht mehr gebraucht und ist verfallen. Vis-a-vis von Birsay liegt die Insel Brough of Birsay. Die kann man zu Fuß nur bei Ebbe erreichen. Auf der zum Festland abgewandten Seite leben die Papageientaucher. Um die zu sehen, muß man einerseits gelenkig sein, weil sie schließlich in den Klippen hausen und man muß auch schnell zu Fuß sein damit man vor der nächsten Flut wieder über den Damm zurück kommt. Damit sollte jedem klar sein, was fuchszeit gemacht hat. Da das heutige Frühstück eher spät war dafür umso üppiger brauchten wir keine vollständige Mahlzeit mehr und haben in einem Supermarkt an der Frischetheke eingekauft: 2 Brownies (mit 3-fach Schokolade) - sehr gut, 1 Chickenpie- sehr gut, 1 Orkney Crab Roll- ausgesprochen sehr gut. Restaurants gibt’s hier nämlich keine, dafür muß man nach Kirkwall fahren. Interessant war dann noch ein Oldtimer-Traktor mit einem Oldtimer-Boot im Schlepptau. 

Und am Schluß hatten wir noch eine Führung durch die 150 Jahre alte, noch immer im Betrieb befindliche, Getreidemühle „Barony Mill“. Obwohl wir nur die Hälfte verstanden haben, wissen wir jetzt in groben Zügen, worum es geht und wie das Ding funktioniert. Nämlich sehr einfach, ohne viel Kraftaufwand für eine Person. Raus kommt am Ende des ganzen Prozesses ein überaus gesundes Mehl. Nämlich eiweissreich, fettarm, ballaststoffreich, kaum glutenhaltig. Ich habe ein Paket gekauft, weiß aber noch nicht, was ich damit anfangen soll. Meine Bäcker sind Ströck oder Der Mann. Vielleicht, wenn ich denen den Kilo bringe machen sie uns speziell einen Brownie oder so 😂

Orkney ist irgendwie ganz anders als Shetland. Mehr grün, weniger Schafe dafür auch viele Rinder und viele Touristen. Die Ortschaften sind sind wirklich Ortschaften und nicht nur verstreute Häuser, es riecht richtig nach Landwirtschaft – liegt wahrscheinlich an den Rindern. Stellenweise riecht es auch nach Schwefel. Da wissen wir noch nicht, warum das so ist. Und vor allem gibt es hier viel Geschichte. Auf Shetland ist diesbezüglich nicht viel los. Was die Zahl der Radfahrer anbelangt, halten wir nun bei ca. 15. Wie gesagt: hier ist mehr los. Auch Hasen laufen bei unserem Quartier durch den Garten.

2026 05 31 

Von Birsay in den Süden und Kirkwall

 

Wetterbericht: in der Nacht hat es schon zu regnen begonnen und den ganzen Tag über war es ein Gemisch aus Tröpfeln, feiner Schnürlregen, starker Regen, usw.. Jetzt am Abend – es ist 18:30 scheint die Sonne wie wild. Das haben wir erwartet, es ist aber trotzdem mühsam. 

Die Orkneys bestehen aus hunderten Inseln, größere, kleinere. Wir sind vom Quartier in Birsay nach South Ronaldsay, das ist die vierte Insel südlich von Mainland und man fährt von einer Insel zur nächsten über Brücken und Dämme. Dieses Südende gibt landschaftliche nicht viel her, und das liegt sicher nicht nur am grauen Wetter. Als Attraktion gibt es das „Tomb of the Eagles“, eine prähistorische Grabstätte, die durch einen kleinen Schlurf erreichbar ist. Das wollten wir uns anschauen, aber vermutlich weil heute Sonntag ist gab es nicht einmal Parkplätze. Alles hoffnungslos überlaufen obwohl dann der Weg dorthin noch 20 Minuten durch eine quatschige Wiese führt. Also nix für uns. Die Leute hier sind natürlich ganz anders ausgerüstet. Wo wir z.B. fünf Paar verschiedene Sandalen haben, besitzen die 3 Paar Gummistiefel und keine Sandalen. Wir sind auch relativ warm angezogen mit T-Shirt, Hemd, Fleece, Wind-Regenjacke bzw. Unterhemd, Shirt langarm, Fleece und ebenfalls Wind-Regenjacke. Manchmal ziehe ich sogar Handschuhe an. Die Einheimischen gehen kurzärmelig und oft mit kurzen Hosen. Wir haben heute Nachmittag auch einen im Meer schwimmen gesehen. Jedenfalls nach dem Nichtbesuch der Eagles sind wir schön langsam retour gefahren mit einem Stop in St.Margaret’s Hope. Nettes Städtchen, nix los. Dann ein Stop an der Italienischen Kapelle. Die wurde im WK2 von italienischen Gefangenen errichtet. Neben den Dammverbindungen zwischen den Inseln liegen diverse halb gesunkene und ganz verrostete Schiffe herum. So richtig geschüttet hat es dann in Kirkwall, der Hauptstadt der Orkneys. In Kirkwall muss man auf jeden Fall die Kathedrale des hl. Magnus besichtigen. Ein imposantes Bauwerk, im Inneren so ganz anders als unsere Kirchen bzw. Dome, aber sehr beeindruckend. Benannt wird die Kirche auch „Licht des Nordens“. Der Bau wurde 1137 von den Winkingern begonnen und hat gute 300 Jahre gedauert. Gewidmet ist sie einem Magnus, der um 1100 lebte. Er und sein Cousin regierten gemeinsam über Orkney. So was geht selten gut. Der Cousin ließ Magnus zum Tode verurteilen. Und so was geht wiederum für den vermeintlichen Sieger auch nie gut aus. Denn die Bewohner berichteten kurze Zeit später von Wundern, die Magnus zugeschrieben wurden. Er wurde heiliggesprochen, die Kirche ihm gewidmet und seine Gebeine in der Kirche eingemauert. So kanns gehen. Der alte Friedhof rund um Kirche ist ebenfalls interessant. Sonst nicht viel los in Kirkwall. Geschäfte geschlossen, Ausnahme Souvenierläden. Viele Lokale geschlossen. Das ein oder andere Kaffeehaus hat geöffnet, sperrt aber schon um 15:00 wieder zu, obwohl in der Karte steht, dass es bis 16:00 kleine Mahlzeiten gibt. Mit der Verpflegung ist es wirklich ein bißl schwierig. Es gibt nicht viele Lokale, auch keine Pubs – zumindest ist uns noch kein einziges aufgefallen. Und wenn man was findet, muß man auf die Küchenzeiten achten. Also um z.B. 17:30 kann man garantiert nirgends was essen. Lunchzeit ist vorbei und Dinnerzeit kommt erst später. Und die Tea-Rooms haben dann auch schon zu. Man muss das wirklich gut einteilen.  Am Retourweg zum Quartier noch ein kurzer Stopp an einem Strand. Es stinkt gewaltig nach Schwefel und salzigem Tang. Warum nach Schwefel wissen wir nicht. 

Was auch einmal erwähnt werden muss: die Landschaft ist auf Orkney total anders als auf Shetland. Es gibt hier Bäume! Nicht viele, aber doch. Es gibt in manchen Gärten sogar Palmen!!! Stand der Radfahrer: unverändert zu gestern. 

2026 06 01

Von Birsay über Stromness nach Scrabster

 

Wir haben nun Halbzeit und bis jetzt ist alles ohne Probleme verlaufen. Die Zimmerwirtin vom letzten Quartier hat uns kurzfristig nervös gemacht, weil sie am Freitagabend meinte, unser Zimmer wäre nicht bezahlt, weil die Karte nicht funktioniert habe. Wir müssten ihr also bei Abreise bezahlen. Nun haben wir aber alles über unsere Lieblingsagentur Umfulana buchen lassen und denen einen Gesamtpreis bezahlt. Ich habe – es war schließlich schon Wochenende – ein E-Mail an die Agentur geschickt damit die sich am Montag Früh gleich darum kümmern sollen. Am Sonntag hat die gute Dame dann gemeint, dass eh alles in Ordnung ist, sie habe sich leider geirrt. Hauptsache ich war nervös. Und das Problem mit dem kurzfristig verlorenen Koffer haben wir schon wieder vergessen.

Heute Vormittag haben wir das Orkneysche Carnuntum besichtigt. Hier heißt es Skara Brae. Eine von vielen Siedlungen, die es hier vor mehr als 5000 Jahren gab. Runde Steinhäuser mit Spitzdach aus Leder, darunter die Feuerstelle. Einrichtung aus Stein. Alles nah am Meer gebaut, weil erstens wegen dem Fischfang und an Land gab es dazumal ja noch viel Wild. Die waren auch nicht dumm damals. Die Anlage, die zu besichtigen ist hat 10 Häuser. Die Nr. 7 wurde zwecks Besichtigung so nachgebaut, wie die Archäologen sich das aufgrund der Funde vorgestellt haben. Was sehr interessant ist: damals gab es bereits Boxspringbetten!! (Natürlich sind das nur steinerne Bettenboxen, beschrieben als „boxbeds“). Man hat keine Idee, warum diese Siedlung nach ca. 600 Jahren verlassen wurde. Gleich neben dem prähistorischen Gelände von Skara Brae liegt das Skaill House. Der 12.Lord Macrea lebt noch dort. Das Anwesen ist das best Erhaltene aus dem 17.Jahrhundert. Die Einrichtung, die man sehen kann, ist natürlich nicht mehr ganz so alt aber nichtsdestoweniger interessant und sicher nicht aus der Generation XXXlutz 😂-ein aufschlussreicher Vormittag.

Der nächste Weg führte uns nach Stromness, eine Hafenstadt wo mehrere Fähren abfahren. Für uns geht es jetzt von den Orkneys zu den Highlands von Schottland, also zum Festland, oder auf die britische Hauptinsel. Das Beladen der Fähre ist immer wieder ein Erlebnis. Es braucht viel Personal, aber die Burschen schlichten alles mit System in den Schiffsbauch. Die Einfahrten zum Wartebereich vor dem Beladen sind auch immer gut ausgeschildert. Man fährt dann bei einem Schalter vorbei, sagt Name und Reservierungsnummer, bekommt, in unserem Fall 2 Stück Passagiertickets und einen Vehicle Pass. Das ist alles schon vorbereitet. Diese Tickets werden dann noch mehrfach kontrolliert. Viele Leute kommen auch als Passagiere ohne Auto. Ich weiß nicht, ob man ohne Reservierung auf diesen Fähren Platz bekommt. Bei unserem Versuch auf Shetland, ganz in den Norden zu kommen hätte es sich um Fähren gehandelt, vergleichbar mit unseren öffentlichen Bussen. Da bekamen wir die Auskunft, dass man Tickets auf der Fähre kaufen kann, muss nicht im Voraus. Wobei sich gezeigt hat, dass im Vorhinein besser gewesen wäre.  

Bei der Ankunft in unserem Hotel dann eine positive Überraschung, die Bar ist gut bestückt, über 200 Whiskysorten, einen haben wir vernichtet, heute ist SedeDay! Zum Hotel morgen mehr, die Tastatur funkt heute nicht mehr richtig (;-)))

Stand der Radfahrer: heute 2 zusätzlich.

2026 06 02 

Von Forss über Durness bis Ullapool

 

Nachtrag zum vorigen Quartier, die Fotos sind ja schon im gestrigen Bericht drin: ein altes Herrenhaus in einem weitläufigen Park, oder eigentlich im Wald, an einem Fluss mit Mühle und Wasserfall. Eingerichtet wie in Downton Abbey (aber nicht ganz so groß) und zum Abendessen muß man sich nicht umziehen. Man kommt sich wie in einem Museum vor. Großartig. Das Frühstück war traditionell dafür alles ein bissl kleiner gehalten – mehr nobel halt.

Wetterbericht für den 2.6.: Schnürlregen, Nebel, einige Blitzer Sonne, Nebel, starker Regen, kein Regen. Von den 220 Streckenkilometern waren 2/3 Singleroads, also die einspurigen Straßen mit Ausweichbuchten. Das wird mit der Zeit doch mühsam. Außerdem sind die Strassen in äußerst schlechtem Zustand. Sehr viele Schlaglöcher und das Bankett besteht fast nur aus Löchern und Schotter. Es war auch relativ viel Verkehr, da es sich landschaftlich um eine ausgesprochen schöne Gegend handelt. Und viele Touristen sind mit Wohnmobilen unterwegs und mit Hunden. Trotz des bekannt oftmaligen Regens in Schottland fahren auch viele mit dem Motorrad. Wie schon einmal erwähnt haben die Leute hier ein anderes Wetterempfinden. Die halten 22 Grad schon für Hochsommer. Radfahrer waren auf der Strecke heute auch etliche unterwegs. Und zwar sind das die Radler mit großem Gepäck, Rucksack und wahrscheinlich auch noch Zelt. Die fahren vielleicht einmal quer durch die Highlands und rundherum. Im Gegensatz zu den rasanten Sportradlern, die im Rudel unterwegs sind bei uns und in Südtirol. Wie gesagt heute eigentlich nur Gegend. In Durness gibt es einen ganz tollen Strand zu dem man hinunter klettern muß. Ist aber ein optisches Erlebnis. Am Parkplatz oben auf den Klippen steht ein Imbiss-Wagen. Man bekommt verschiedenste Toasts, Kuchen und Getränke heiß oder kalt. In der Nähe sind auch Campingplätze und es gibt einen Spar-Supermarkt. Und natürlich die obligaten öffentlichen WCs, zu denen auch einmal gesagt werden muß, daß öfter ein Defibrillator dabei ist. Wie überhaupt sehr viele Defis im öffentlichen Raum montiert sind. Dafür gibt es umso weniger Mistkübel. Und trotzdem sind die Straßen ausgesprochen sauber. Selten daß ein Papierl oder eine Dose herum liegt, und schon gar keine Zigarettenstummel. Ziemlich bald nach der Abfahrt sind wir bei einem Atomkraftwerk vorbeigefahren. Riesige Anlage, aber natürlich von der Ferne nicht wirklich was zu sehen. Dann gleich eine kurze Aufregung. Das „Wimmerl“ war verschwunden. Das Wimmerl ist der GPS-Tracker ohne den Zeitl keinen Schritt macht. Er hat das Ding dann aber eh in seinem Handgepäckskoffer gefunden. Gottseidank, denn so ein Verlust kann die ganze restliche Reise sinnlos machen. Von der Schimpferei ganz zu schweigen.

Jetzt sind wir in Ullapool angekommen. Vor 17 Jahren waren wir schon einmal da und sind mit der Fähre zu den Äußeren Hebriden gefahren. Die Stadt hat sich sehr verändert, die schöne alte Häuserzeile am Kai gibt es noch. Es parken halt viele Autos, was schade ist. Das Quartier ist wieder sehr schön. Die Zimmervermieter sind ein wenig streng. Anreise NUR zwischen 16 und 19 Uhr, wer zu spät kommt wird nicht eingelassen. Am liebsten ist ihnen, wenn man vorher die Ankunftszeit bekannt gibt. Die Vermieterin lacht und redet sehr viel. Sehr freundlich aber doch ein bißl anstrengend. Frühstück gibt es nicht, obwohl es ein B&B ist. Also Bed & Breakfast. Aber egal, es gibt in Ullapool einige Kaffeehäuser. Wie wir soeben festgestellt haben, ist das Haus sehr hellhörig. Über uns sind Gäste eingezogen, man hört jeden Schritt. Aber wir bleiben nur 1 Nacht, die Gegend kennen wir schon.

Morgen geht’s weiter nach Inverness zum Loch Ness.

2026 06 03 

Von Ullapool nach Inverness

 

Wetterbericht: wie immer, Radfahrer: +1. Wir hatten ein gutes Frühstück im „The Cult Cafe“. Dazu gleich einmal eine Erklärung betreffend Cafes, Bistros, etc.: Man kommt rein (so weit so logisch), sucht einen Platz. Entweder hat der Tisch eine Nummer oder man bekommt die Nummer bei Bestellung. Bestellung erfolgt an einem Tresen, man bezahlt und irgendwann wird das Bestellte (in dem Fall Frühstück) an den Tisch gebracht. Wenn man fertig ist, geht man oder bestellt noch einmal irgendwas, Prozedere wie vorher. Das System ist äußerst praktisch. In den Diner-Restaurants ist das natürlich anders, aber die besuchen wir nicht, weil wir ausgiebig frühstücken, dann einen späten Lunch in einem der oben erwähnten Lokale nehmen, vielleicht noch Tee/Kaffee mit Kuchen. Und dann sind wir für den Tag fertig. Noch ein schweres Diner am Abend (die fangen meistens erst um 19 Uhr an) würden wir nicht vertragen. 

Die Straßen waren heute schöner, keine Singleroads mehr. Der Verkehr hält sich halbwegs in Grenzen, über die Brennerautobahn ist mehr los. Der erste Punkt war gleich eine Wanderung zum kleinen feinen aber doch imposanten Wasserfall „Falls of Rogie“. Und für unsere Begriffe war das wirklich eine Wanderung (auch mit einigen Impressionen der Natur) 😊. Danach suchten wir nach Burgruinen, endlich einmal. Gestern sind wir zwar an einer vorbeigekommen, die kannten wir schon aus dem Jahre 2009, das „Ardvreck Castle“. Es hat aber so viel geregnet, dass wir gar nicht stehen geblieben sind. Heute haben wir dann das „Skelbo Castle“ gefunden. Die Ruine steht mitten im Wald, ist ziemlich verwachsen und ein verrostetes Gerüst ist drum herum montiert. Der Weg dorthin führt über Single-Feldwege mit einer gelben Blütenpracht. Wir sind eine hübsche Weile am Cromarty Firth (=Fjord) entlanggefahren, wo wir Bohrinseln in der Ferne erkennen konnten. Dazu gibt es allerdings keine Fotos, weil keine passenden Parkplätze an der Straße und außerdem eh zu weit weg. Dafür, dass die direkte Strecke von Quartier zu Quartier nur 93 km waren haben wir wieder 210 km geschafft. Nach rechts zum Loch Ness sind wir nicht abgebogen (kennen wir schon) weil wir nach links zur Ruine sind.

Unser heutiges Hotel, wieder ein altes Herrenhaus, liegt am Stadtrand von Inverness. Das Zimmer ist wieder sehr schön, man sieht aber, dass es schon oft bewohnt wurde. Das Badezimmer ist recht groß, wie alle Badezimmer bis jetzt groß waren – bis auf das erste Quartier in Lerwick, das Bad dort war eigentlich eine Zumutung. Das B&B in Ullapool war das erste mit genügend Ablage- und Aufhängemöglichkeiten. Das heutige Bad hat Ablageflächen aber keine Haken. Gestern hatten wir 10 Haken und einen Handtuchheizkörper – so kann man arbeiten. Die Armaturen sind jedes Mal anders, man müsste Armaturwissenschaft studiert haben. Was jetzt nix mit den Badezimmern zu tun hat aber uns trotzdem auffällt sind die Kamine an den Häusern. Die sind meist einer links und einer rechts an den Außenmauern. 

Die Besichtigung der Stadt machen wir dann morgen, weil wir sowieso durchmüssen, und vielleicht regnet es morgen Vormittag nicht. 

In einem der ersten Berichte habe ich über das Navigieren erzählt, das haben wir jetzt im Griff. Geht über das Zeitl-Handy mit der britischen eSim. Wir sehen die Strecke zwar nicht am Bildschirm vom Auto, hören aber die Ansagen und der Beifahrer kann eh aufs Handy schauen. Wenn ich beifahre schaue ich sowieso auf meine 4 papierenen Straßenkarten, weil so ein Navi muss schon auch kontrolliert werden 😂

Übrigens ist unser Mietfahrzustand ein Reiskocher namens Kaschkei (mit Q).

2026 06 04 

Von Inverness nach Cullen

 

Übers Wetter  sag ich jetzt nix mehr. Wie immer. Ich habe auch in meinem Reisebericht Schottland 2009 nachgelesen, dem gemäß war es damals genauso. Ich habe auch vor 17 Jahren jeden Tag über den Regen gejammert.

Das Zentrum von Inverness haben wir auch diesmal ausgelassen. So große Städte sind nix für uns und Museumsgeher sind wir eher nur in Wien. Wir haben am Weg das Cawdor Kastl besucht. Ein Schloss umgeben von einem riesigen Park, daneben eine kleine Ortschaft. Der Garten ist riesig und sehr schön angelegt. Einen Teil des Schlosses kann man besichtigen, die meiste Einrichtung ist aus dem 17.Jahrhundert. Mit dem Bau wurde bereits 1179 begonnen. Besonders schön sind die Wandteppiche in jedem Zimmer. 12 Räume darf man besichtigen. Das Schloss gehört jetzt der Gräfin Campbell, einer verwitweten Cawdor. Das Schloss ist eigentlich gut in Schuss, da es nie durch Kriege oder andere Unbillen beschädigt oder gar zerstört wurde und immer wieder auf letzten Stand gebracht wurde. Kastl-Besichtigung somit abgeschlossen.

Danach Besuch der Pluscarden Abbey, ein Stift der Benediktiner. Sehr schön, umgeben von Wiesen und Wald. Innen irgendwie sehr spartanisch aber sehr schöne Glasfenster. Am Gelände gibt es auch einen recht schlichten Friedhof für die Patres. Die Besichtigung ist gratis. Im Shop schreibt man in ein Buch ein, was man kauft, das Geld wird in eine Box geworfen.

Die dritte Besichtigung war das Automobilmuseum in Elgin. Sehr schön aufgebaut, die Fahrzeuge ausgesprochen gut gepflegt. Natürlich fast nur englische Modelle, aber auch einige BMW und der Ur-Quattro von Audi. Aber für einen Kenner sehr interessant. Bei den Autos steht auch die Geschichte dabei bzw. wie oft sie wo was gewonnen haben. Ein Wagen z.B. gehörte einem König Farouk von Ägypten (ein Vorgänger von Nasser). Dieser Farouk wurde 1952 gestürzt, ging in die Schweiz ins Exil und wurde in einem italienischen Cafe von der ägyptischen Mafia ermordet. Das Auto wurde dann von einem Austin-Liebhaber erworben, restauriert und irgendwie ist es dann in Elgin gelandet - ist interessant.

Dann wollten wir eine ordentliche Ruine besichtigen. Duffus Kastl. Es goss in Strömen, der Parkplatz war voll, alle haben gewartet, dass der Regen aufhört oder wenigstens schwächer wird. Nix da. Nach einem schnellen Foto sind wir dann gefahren, vielleicht versuchen wir es morgen noch einmal oder suchen uns eine andere Ruine.

Geendet hat der Tag in Cullen, an der Nordseeküste. Es scheint ein nettes Städtchen zu sein, wir werden es morgen besichtigen. Das Zimmer ist wieder sehr schön, geräumig, großes Bad ohne Haken. Die Bar im Hotel ist gut bestückt mit 70 Sorten Whiskey. Wir befinden uns quasi in Whiskey-Land. Es gibt sehr viele riesige Destillerien. Wir werden keine besichtigen. Weil warum: ich trinke keinen, der Franz schon. Bei jeder Besichtigung sind Verkostungen dabei. Ich kann nur Vormittag Auto fahren weil ich am Nachmittag müde werde. Und der Franz darf nach der Verkostung nicht mehr fahren. Es geht also nicht.

Auffällig ist auch, dass es in Schottland viele Fotobegeisterte geben muss, es gibt unzählige Hinweisschilder für Fotofachgeschäfte, teilweise werden sogar Spezialkameras, sogenannte Speedkameras angeboten!

Das Negativerlebnis zum Tag: im Hotel in Inverness mußten wir die Konsumation an der Bar von gestern Abend bezahlen. 11 Pfund. Ich habe der Gaunerin beim Auschecken 21 Pfund gegeben. Sie ist gegangen, ich habe den Betrag von 11 Pfund in meiner Ausgabenliste eingetragen, Herr Franz hat das obligate Spiegelselfie gemacht. Die Gaunerin ist wieder gekommen, wir sind gegangen und nach 20 km ist mir aufgefallen, dass sie mir das Wechselgeld von 10 Pfund nicht gegeben hat. Sie soll ersticken an dem 10er oder wenigstens Magenschmerzen bekommen. Aber wir sind natürlich zum Teil auch selber Schuld. Außerdem war sie schon gestern Abend unfreundlich.

 

2026 06 05 

Rund um Cullen

 

Wetterbericht: superschön bis 15:00, die Wolken wurden dunkler, ab 16:00 phasenweise tröpfeln. Starker Wind an der Küste. 

Heute war wieder ein Wandertag. Und zwar an der Küste entlang. Wir sind in Cullen nicht direkt am Meer, es handelt sich um den immens breiten Moray Firth. Im Osten von Schottland, in Inverness beginnt diese Bucht mit der Mündung des Flusses Ness, der wiederum aus dem Loch Ness kommt. Weiter nach Westen geht’s durch den Caledonian Canal, der unterbrochen wird vom Loch Oich, dann geht der Canal wieder weiter und schon ist man von der Nordsee im Atlantik. Diese Wasserverbindung zerschneidet somit das Land. Loch bedeutet so viel wie See. 

Wie gesagt heute Wanderungen an der Küste. Die Felsformationen sind großartig und über Jahrtausende von den Naturgewalten geschaffen. Sehr interessant ist der Bow Fiddle Rock. 

Dann haben wir eine sehr schöne Ruine gefunden - das Findlater Castle. Eigentlich unvorstellbar wie und vor allem warum die Menschen dazumal eine Burg mitten auf die Klippen gebaut haben. Das Grundstück war ja vor 1000 Jahren auch nicht viel besser erreichbar als heute. 

Cullen hat auch einen schönen, breiten Sandstrand. Es gibt hier aber sicherlich auch im Hochsommer keine Liegestühle und Sonnenschirme. Wir sind schließlich nicht in Bibione. Am Ende des Strandes steht ein Kiosk im Wohnwagen, öffentliche WCs und ein paar Picknicktische sind selbstverständlich. Einige Leute haben am Strand zwischen den Steinen irgendwas gesucht. Ich vermute Muscheln oder Schnecken oder ähnliches. Was halt bei Flut angeschwemmt wird und sich bei Ebbe dann zwischen den Felsen verfängt.  

Ein paar Kilometer sind wir dann noch gefahren, und zwar nach Banff. Dort ist eine sehr schöne Hafenanlage aus dem 17.Jahrhundert. Die Ortschaften schauen alle irgendwie gleich aus. Sandsteinhäuser, den Baustil nennt man vielleicht viktorianisch. Die Bundesstraße führt mitten durch die Orte, man darf nur 20 m/h fahren (also ca. 30 km/h). Die Autofahrer halten sich auch daran. Biegt man in ein schmales Seitengasserl, hat man so gut wie nie eine Einbahn, geparkt wird auf beiden Seiten. Dem entgegenkommenden Wagen muss man ausweichen, irgendwie geht sich das immer aus.

Das Stadtbild von Cullen wird hauptsächlich geprägt von den Viadukten. Die wurden im 19.Jahrhundert für die Eisenbahn gebaut, weil eine Countess XY nicht wollte, dass die Bahn an ihren Fenstern vorbeifährt. 1968 wurde der Bahnverkehr eingestellt und jetzt führt der Wanderweg drüber. 

Heute keine Radfahrer gesichtet. Ich freue mich  schon darauf, dass ich in ein paar Tagen keine Wanderschuhe mehr anziehen muss.

2026 06 06 

Von Cullen nach Banchory

 

Wetterbericht: wie immer, aber leider nicht wie gestern. Radfahrer: heute ist Samstag, die Manager schlüpfen in ihre Trikots und fahren im Rudel mit den Rennrädern, waren mindestens 20 Stück. 

Die Strecke war nicht lang, auf unserer Route gab es einige Castles. Wir haben uns für die sehr gepflegte Ruine Huntly Castle entschieden. Man braucht nicht alle Burgen anschauen. Huntly Castle ist quasi eine renovierte Ruine wo man auch innen herumgehen kann ohne Angst zu haben, dass einem ein Trum auf den Kopf fallt. Außer einer großen Küche hatten die damals (wir reden da vom 15. und 16. Jahrhundert) eine riesige Backstube und eine Brauerei, weil eigentlich nur Bier getrunken wurde – so steht es auf der Infotafel. Es lebten auch sehr viele Menschen in der Burg. Es gibt eine Aufstellung, was die Bauern, die das Land für den Burgherrn bewirtschaftet haben, im April 1600 für die Ernährung des Haushaltes abliefern mussten: 167 Rinder, 700 Hendl, 40 Fässer Lachs, 5284 Eier. Es geht aus der Aufstellung leider nicht hervor, ob diese Mengen für 1 Monat, 1 Quartal oder 1 ganzes Jahr gedacht waren. Für ein Monat wäre es viel, für ein Jahr wenig. Jedenfalls sehr interessant, obwohl wir wieder einmal nass geworden sind. 

Der nächste Punkt war eine alte verfallene Kirche mit Friedhof rundherum. St. Mary’s Kirk. Auch interessant. 

Dritter Punkt der Tomnaverie Steinkreis. Ebenso interessant. Diese Stätte ist an die 5000 Jahre alt und dürfte einmal eine Begräbnisstätte gewesen sein. Irgendwann später wurde dann auf den Kreis ein weiterer Steinkreis draufgesetzt. Das kann man anscheinend heute alles messen und feststellen, wenn man’s kann. Zwischendurch war noch ein Stopp notwendig an der Bridge of Alford. Eine typische englische Steinbrücke, in diesem Fall über den Fluss Don. Und endlich haben wir auch ein paar schottische Hochlandrinder gesehen. Die sind typisch für hier aber auf den Weiden stehen meist nur die ganz „normalen“ Rinder. 

Der Tag endet im Banchory Lodge Hotel, direkt am Fluss Dee. Die Lage ist bei Schönwetter traumhaft. Weil heute (und auch morgen) Wochenende ist, sind viele Ausflügler hier, weil für die 30 Zimmer sind einfach zu viele Autos am Parkplatz. Das Hotel wird auch beworben als Location für Hochzeiten und andere Festivitäten. Das Haus ist alt, verwinkelt, die Türen scheppern, die Türschlösser wackeln. Die Heizung funktioniert. Wir haben noch in jedem Zimmer die Heizkörper aufgedreht, wir sind nicht so abgehärtet. 

Das Hotel in Cullen war nicht schlecht, aber irgendwie doch eigenartig. Zum Frühstück ist ein kleines Buffet mit Wurst, Schinken, Käse aufgebaut. Der Schinken war gestern 1 Blattl, und für unsere bestellten Eggs Benedict gab es keinen mehr (das darf nicht passieren). Beim Käse liegen einige große Stücke auf der Platte, aber es ist kein Werkzeug dabei, um ein kleines Stück abzuschneiden. Ich will ja nicht den ganzen Camembert essen, sondern nur ein Stückerl. Das Brot (in allen Häusern gibt’s nur Toastbrot) ist größer als der Brotschlitz im Toaster (das ist einfach dumm). Zusätzlich bestellt man aus der Küche ein Eiergericht. Die Eierspeise z.B. ist aus Eipulver (das geht eigentlich überhaupt nicht). Kaffee und Tee bezieht man aus dem Automaten (das geht auch gar nicht). Die Milch zum Getränk steht in einer Kanne beim Buffet. Das alles hat nicht den Stil, den man eigentlich laut Hotelbeschreibung erwartet. 

Bin schon gespannt, wie das in diesem, unserem letzten Hotel sein wird. Übrigens hat dieses Badezimmer 2 Haken und viel Ablagefläche. Die Dekorationen im Haus sind typisch und haben viel mit Hunden, Katzen und anderem Getier zu tun. Die Tapeten sind so richtig britisch, Landschaftsszenen und so. Wir haben bei dieser Reise mit unserem iPhone-Health-App auch viele Stockwerke zusammengebracht, weil natürlich keines der Häuser Aufzug hat. Nur in Ullapool waren wir ebenerdig. Alle Häuser sind mit Teppichboden ausgelegt. Vorräume, Zimmer, alles. Bis auf die Badezimmer. Die Armaturen sind schon besprochen. Was für uns auch wichtig ist, sind Anzahl und Positionierung der Steckdosen. Da gibt’s nix zu beanstanden. 

Jetzt hoffen wir noch auf einen schönen letzten Tag morgen. Reicht ja schon, wenn es nicht regnet.

2027 06 07 

Rund um die Banchory Lodge

 

Am letzten Tag machten wir einen richtigen Ruhetag. Ein Spaziergang am Vormittag zu einer schönen alten Brücke über den Fluss namens Feugh ganz in der Nähe des Hotels. Hier kommt das Wasser über Wasserfälle und mündet dann beim Hotel in den Dee. Bedeutend ist die Stelle wegen der Lachswanderung Ende August/Anfang September. Die Lachse arbeiten sich von der Nordsee durch den Fluss über die Stromschnellen weiter hinauf. Zumindest werden sie hier nicht von Bären gefressen. Wir werden aber deswegen nicht im Herbst wiederkommen. 

Übrigens ist in den schottischen Highlands jegliches Wasser in Bächen oder Flüssen sehr dunkelbraun. Weil warum: die Highlands sind eigentlich Torf- oder Sumpfgebiet. Und das Wasser kommt aus den Quellen mit allen möglichen herausgewaschenen Nährstoffen und pflanzlichen Abbaustoffen raus. So ist das. 

Die Brücke ist wirklich sehenswert, zwar ein bissl klein und man kann sie nicht gut fotografieren. 

Nach diesem Spaziergang haben wir noch einen alten Bahnhof in der Nähe aufgesucht. Zu jeder vollen Stunde kann man für ein paar Kilometer (es sind recht wenige Kilometer) mit einem alten Dampfzug fahren. Zuerst ganz langsam im Retourgang von der Dampflok geschoben und dann etwas schneller von der Lok gezogen. Das ruckelt dann ziemlich, weil irgendwie wegen der Gelenksverbindungen zwischen den Waggons und so etc. ungefähr. Das hat uns ein Schaffner während der Fahrt erklärt. Diese Eisenbahn ist von 1859 bis 1966 gefahren, jetzt wird dieses schottische Kulturgut von Hobbyeisenbahnern betrieben, die so ihre Wochenenden verbringen. 

 

Schön langsam ist Zeit für letzte Worte. Zum Beispiel sind die Menschen und die Hunde in Schottland ziemlich entspannt. Gestern und heute waren etliche Kindersportveranstaltungen. Die Familien kommen samt den Hunden auf die Sport- und Spielplätze, niemand haut die Nerven weg wegen einem Hund. Die Hunde sind auch gegeneinander nicht aggressiv, hin und wieder bellt man sich an, aber eher selten. Die Leute haben aber fast keine Schäferhunde, Dobermänner oder Rottweiler sieht man gar nicht. Eher die mittleren Rassen wie Beagles etc., oder Terrier. Die sogenannten Listenhunde sind mir gar nicht aufgefallen. Das Wetter war genauso wie wir es erwartet haben. Trotzdem mit der Zeit nervig. Wir wären gerne öfter in unserer Erwartung enttäuscht worden (wie in den ersten Tagen). Die Quartiere waren durchwegs schön (Nr. 1, das B&B in Lerwick nehmen wir gar nicht in die Wertung auf, das war ein Notfall). Mittlerweile haben wir gelernt, je älter ein Haus ist, desto mehr hört man durch, obwohl die Mauern 70 cm dick sind. Aber die Böden und Zwischenwände scheinen aus Papier zu sein.  Auf unseren Strecken haben wir einen Mac Donald gesehen und einen Kentucky Fried Chicken. Auf den Shetlands und Orkneys scheinen alle Pubs in Konkurs gegangen zu sein. Die Preise in den Restaurants sind hoch, in den Teehäusern, Cafes und Bistros ungefähr wie bei uns. Die Eintrittspreise zu Sehenswürdigkeiten liegen umgerechnet zwischen 15 und 20 EUR. Die Leute sind freundlich, aber schwer zu verstehen, das schottische Englisch ist eine total andere Sprache. Aber wenn die wirklich plaudern wollen, dann reißen sie sich zusammen, damit wir sie verstehen können. Die Gegend ist rauh aber sehr schön. 

2026 06 08 

Banchory Lodge – Aberdeen – Amsterdam – Wien

 

Zeit für den ersten Nachtrag. Wetterbericht: sonnig mit dunklen Regenwolken. Verkehr: sehr wenig, als ob ein Feiertag wäre. Die Mietwagenrückgabe war ohne Probleme – eh klar. Der Flughafen ist richtig niedlich, aber einige Geschäfte gibt es und einige Lokale. Es geht alles recht ruhig ab, die Koffer sind aufgegeben, hoffentlich nicht für immer 😂. Bis vor 5 Minuten waren wir höchst erfreut über den reibungslosen Ablauf der ganzen Reise und schon kommt ein kleiner Dämpfer: Flug verspätet, momentan um 25 Minuten. Schau ma was da noch dazukommt. Derweil passt alles, weil in Amsterdam sowieso 5 Stunden Transferzeit ist. Ob wir wieder einmal nach Schottland fahren müssen wir noch überlegen. Viel mehr Gegend als wir diesmal hatten, geht ja gar nicht mehr. Was ich noch gar nicht erwähnt habe, auf den Shetlands und Orkneys war es nur ca. 2-3 Stunden in der Nacht total finster, sonst ein wenig dusig. Wir befanden uns auf der geografischen Höhe von Bergen, das heißt in ein paar Wochen wird es dann gar nicht mehr finster. In einem der B&B lagen sogar Schlafmasken auf. Und ein deutsches Ehepaar hat bejammert, sie können deswegen gar nicht gut schlafen. Probleme haben die Leute! Die Warterei in Amsterdam wird schon ziemlich fad (außer man schaut auf die große Uhr im Wartebereich oder geht zum Swatch) Aber bald hat es ein Ende.

 

Gutes Stichwort - Nachtrag 2: wir sind 927 Miles (1492 km) per Reiskocher gefahren.

Die Berichte dieses Blogs sind ja ausschließlich von fuchsi verfasst, die Knipserei ist von zeitl - sogenannte Arbeitsteilung, aber last but not the least gibt der zeitl auch noch seinen mustard dazu.

Die bereisten Gebiete sind alle Britisch, könnten aber unterschiedlicher nicht sein, Shetland, Orkney und Schottland haben jeweils sehr spezielle Erscheinungsbilder. Mit dem Wetter haben wir eine richtige Masn gehabt – viel schöner als erhofft, speziell auf Shetland. Die Unterkünfte waren mit einer Ausnahme TOP, ein Dank an Umfulana – well done! Die Routenführung war nachträglich betrachtet perfekt angelegt von uns. Das Einzige, was wir falsch eingeschätzt haben, war die Verfügbarkeit der Fähr-Plätze ganz im Norden – da haben wir nicht vorgebucht sondern nachgewunken – wir sind nicht wie geplant ganz in den Norden raufgekommen bis Unst zum Skaw Beach, in North Roe war Schluss mit Lustig. Der Grund ist ein logischer, es gibt unglaublich viel Berufsverkehr wegen der Öl- und Gasindustrie in der Gegend, aber die verfügbaren Fähren sind relativ klein gehalten. Da wir ja täglich unseren Web-Blog befüllt haben, war uns die Internet-Verfügbarkeit wichtig – das hat in den Unterkünften ganz gut geklappt, und für Unterwegs für das Navigieren per Handy hat die ESim von Airalo meistens die benötigten Daten geliefert, Fuchsi mit ihren papierenen Maps war die optimale Ergänzung beim Navigieren.  Die Fahrerei auf der „falschen Seite“ und auf den Single Track Roads hat gut funktioniert, dafür haben wir ja in Neuseeland ein Monat lang trainiert. Die Straßen sind meistens in einem guten Zustand, aber so manches Schlagloch hat die Reiskocher-Kraxn dann doch durchgeschüttelt. Der Sprudel ist relativ teuer, 1 lt. 95er kostet €1,87! Was sehr positiv aufgefallen ist, es gibt sehr viele öffentlich zugängliche Defis, selbst in den entlegensten Gegenden. Die Ernährung war genau meines – viel Meeresgetier gegrillt, viel Meeresgetier geräuchert, viel Meeresgetier frisch gefangen auf den Teller,…., die üblichen Abstriche bei der Qualität von Brot, Wurst, Joghurt,… macht man dann gern.  Ein Single Malt Scotch Whisky, ein 12Y Old Pulteney ist der beste Tropfen, den ich in den letzten 64 Jahren genossen habe. Für die Knipsinteressierten, die gesamte Urlaubsknypserei für die HP wurde mit 35mm Fixbrennweite gemacht, das „Wimmerl“, der GPS-Tracker für die GPS-EXIF-Daten hat dieses Mal die Reise überlebt.

Den vielen, die uns auf dieser Reise medial begleitet haben ein Danke für die vielen Nachrichten über alle möglichen Kanäle, wir haben uns sehr gefreut darüber!

Nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise – schau ma mal, was alles kommt, Pläne hätten wir schon

LGzeitl

Alles hat ein Ende..... Schön war´s
Alles hat ein Ende..... Schön war´s

next step in progress....  (;-))